Ev. Kirche Dorp

Kirche_Dorp
Vorgeschichte
Bis Ende des Jahres 1960 waren die drei Dorper Pfarrbezirke ein Bestandteil der großen Evangelischen Kirchengemeinde Solingen. An der Dorper Kirche wirkte ein überwiegend aus Jugendlichen bestehender Chor, der „Evangelische Singkreis Solingen“, unter der Leitung von Dieter Lutze, einem Sohn des Superintendenten. Mitglieder aus diesem Singkreis und einer spontan entstandenen Singgruppe bildeten wenig später den Grundstock der Dorper Kantorei. Seit dem 1. 1. 1961 gibt es die Kirchengemeinde Solingen-Dorp mit der Stelle eines A – Kirchenmusikers.

Die ersten zehn Jahre
Der erste Dorper Kantor war seit 15.11.1961 der in der Kirchenmusikschule am Johannesstift in Berlin ausgebildete 26-jährige Werner Krahnert. Mit einer kleinen Schar von 24 Sängerinnen und Sängern begann die chorische Aufbauarbeit. Neben einem Kinderchor erwuchs Mitte der 60er Jahre aus dem Kreis von Konfirmandinnen ein Jugendchor als eine Art Vorschule der Kantorei. Zur finanziellen Unterstützung der kirchenmusikalischen Arbeit in Dorp wurde ein „Freundeskreis der Dorper Kantorei“ ins Leben gerufen. Nach 10 Jahren, Nov. 1971, gehörten zur Kantorei 45 Sängerinnen und Sänger.

Wechsel in der Chorleitung
1973 verließ Werner Krahnert Solingen, um eine Stelle in Bamberg anzutreten. Sein Nachfolger und derjenige, der das kirchenmusikalische Leben in der Gemeinde, im Kirchenkreis und noch darüber hinaus entscheidend geprägt hat und die Dorper Kantorei zu Höchstleistungen befähigte, wurde der  Bayer Eberhard Wolfgang Emmert. Er hatte an der staatlichen  Musikhochschule in München studiert und Examen gemacht und war 9 Jahre Kantor an der Heilandskirche Uhlenhorst in Hamburg gewesen, bevor er  34-jährig nach Solingen kam. Mit ihm begann für die Dorper Kantorei eine dreißig Jahre währende außerordentlich erfolgreiche Zusammenarbeit. Für seine hervorragende Tätigkeit ist Emmert der Titel „Kirchenmusikdirektor“ verliehen worden.

Gesang, Gemeinde
Der musikalische und künstlerische Fortgang in der Chorarbeit der Dorper Kantorei wird aus dem Auswahlverzeichnis der von dem Chor aufgeführten Werke deutlich ( siehe am Ende dieses Kurzportraits! ). Der Anreiz, den die Proben und Aufführungen solcher Werke gaben und geben,  führte zu einem stetigen Zugang an Mitgliedern, die zeitweilig die Zahl von 80 erreichte. Es sei ausdrücklich erwähnt, daß die Dorper Kantorei nicht nur eine Gesangs-Körperschaft, sondern ein in vielen Bereichen der Gemeindearbeit  und  Gemeindetätigkeit sich beteiligende Gemeinschaft war und ist. Feste, Geselligkeit Wichtig und für die Gemeinschaft innerhalb einer gewachsenen Kantorei  entscheidend wurden die gemeinsamen Erlebnisse und Unternehmungen auch jenseits von  Probenarbeit und Aufführungen: Chorfreizeiten, Kantoreifeste, regelmäßige Abende zu gegenseitigem Austausch, festliche Begehungen von runden „Kantoreigeburtstagen“ und  fröhliche Anlässe, in die Kantoreimitglieder viel Phantasie, Humor und Zeit investierten.

Kantorin Stephanie Schlüter
Kantorin Stephanie Schlüter

3. Stabwechsel
Nachdem Kirchenmusikdirektor Emmert im Jahr 2004 in den Ruhestand gegangen ist, hat die aus Leverkusen stammende Kantorin Stephanie Schlüter den Dirigentenstab übernommen. In Düsseldorf an der Robert-Schumann- Musikhochschule ausgebildet,  ist sie nun mit viel Eifer und großem Können darangegangen, Kirchenmusik und Kantorei in unserer Gemeinde auf ihrem hohen Niveau zu halten.