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das Jahr 2012 steht in der Evangelischen Kirche in Deutschland unter dem Leitwort „Reformation und Musik“. Aus diesem Anlass sollen auf unserer Startseite einige Zitate Luthers zum Tema Musik versammelt werden, die gut zu lesen sind, Sie aber vor allem anregen und einladen sollen, sich einmal mehr auf unsere musikalischen Angebote einzulassen. In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein gutes, friedvolles und musikalisches Jahr. Besten Gruß & herzlich:Ihr Ludwig Audersch
Musica ist das beste Labsal einem betrübten Menschen.
Musika ist eine halbe Disziplin und Zuchtmeisterin, so die Leute gelinder und sanftmütiger, sittsamer und vernünftiger macht. Wer sich die Musik erkiest, hat ein himmlisch Werk gewonnen; denn ihr erster Ursprung ist von dem Himmel selbst genommen, weil die lieben Engelein selber Musikanten sein. Die Musik ist aller Bewegung des Herzens eine Regiererin. Nichts auf Erden ist kräftiger, die Traurigen fröhlich, die Fröhlichen traurig, die Verzagten herzhaft zu machen, denn die Musik.
Die Musica ist eine schöne, herrliche Gabe Gottes und nahe der Theologie.
Die Musik ist die beste Gottesgabe - und dem Satan sehr verhasst. Singen ist eine edle Kunst und Übung. Könige, Fürsten und Herren müssen die Musica erhalten. Denn grossen Potentaten und Regenten gebühret, über guten freyen Künsten und Gesetzen zu halten. […] Man muß Musicam von Noth wegen in Schulen behalten. […] Die Jugend soll man stets zu dieser Kunst gewöhnen, denn sie machet fein geschickte Leute. Ein Schulmeister muß singen können, sonst sehe ich ihn nicht an. Musik hab ich allzeit lieb gehabt. Die Musik ist die beste Gottesgabe. Durch sie werden viele und große Anfechtungen verjagt. Musik ist der beste Trost für einen verstörten Menschen, auch wenn er nur ein wenig zu singen vermag. Sie ist eine Lehrmeisterin, die die Leute gelinder, sanftmütiger und vernünftiger macht. Kommet der Teufel wieder und gibt Euch ein Sorge oder traurige Gedanken ein, so wehret Euch frisch und sprecht: Aus, Teufel, ich muß izt meinem Herrn Christo singen und spielen. Es liegt daran, dass der Haufe Gottes oder Gottes Volk ein Wort oder Lied annehme oder für unrecht erkenne. St. Ambrosius hat viel schöner Hymnen gemacht, heissen Kirchengesang darum, dass sie die Kirche angenommen hat und braucht, als hätte sie dieselben gemacht und wären ihre Lieder. |